Letzte Änderung am 05.02.05 Aufrufe: Heute 1, Gestern 4, Seit Juli 2009 530

Warum es etwas gibt

Ich spreche von einer für unser Denken ungewohnten Grenze: Von innerhalb und außerhalb einer Formel. Ich setze dabei voraus, daß unser Universum sich von einer(*) Weltformel beschreiben läßt.

Von innerhalb einer Formel bemerkt man nicht wie oft sie aufgestellt und berechnet worden ist oder werden wird. Das bedeutet, daß es für eine von einer Formel beschriebene Welt, wie unsere, nicht nötig ist, daß die Formel aufgestellt oder sogar berechnet wird. Das bedeutet, daß alle durch Formeln beschreibbaren Welten genauso real existieren, wie wir und unsere Welt existieren. Da sich alles, was wir uns vorstellen können mit Formeln beschreiben läßt, bedeutet das, daß alles, was wir uns vorstellen können genauso real wie wir existiert(, bzw. daß unsere Existenz genauso virtuell ist, wie alles andere).

Diese Welterklärung kommt ohne Unbegreiflichkeiten (wie 'Der Schöpfer hat sich selbst geschaffen.') aus und es ergibt sich aus ihr keine unendliche Rekursion der Frage nach dem kausalen Ursprung ('Wer hat den Schöpfer geschaffen?', 'Wer hat das geschaffen, was den Schöpfer geschaffen hat?', usw.), denn unaufgestellte Formeln existieren unabhängig von Zeit, Raum und Kausalität.

(*) Es gibt natürlich unendlich viele mögliche Formeln und wir kommen in unendlich vielen davon vor.


Alte Formulierung (27.11.04):

Warum überhaupt etwas existiert

Wenn unser Universum einer Weltformel gehorcht, dann können wir als Teile ihrer Wertetabelle nicht entscheiden, wie oft ihre Wertetabelle berechnet, geschweige denn, ob sie auch auch nur ein einziges mal aufgestellt ist, denn die Lösungsmengen von Funktionen existieren unabhängig von allem anderen, auch unabhängig davon, ob sie jemals aufgestellt werden.

Vermutlich existiert nichts außer den Lösungsmengen aller möglichen Funktionen und wir mit unserem Universum sind nichts als Teile einer oder mehrerer davon.

Da sich alles was wir uns vorstellen können mit Funktionen (im weiten Sinn) darstellen läßt, existiert dies auch alles.

Man beachte, daß bei dieser Welterklärung keine unendliche kausale Rekursion der Frage nach dem Ursprung auftritt.

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